Wer zum ersten Mal eine Nacktwanderung mitmachen möchte, stellt sich oft die Frage, was denn zu beachten ist. Hier sind ein paar Hinweise und Erfahrungen notiert:

Ein paar Tage vor dem Wandertermin bekommst du vom Ansprechpartner per E-Mail Informationen über Treffpunkt, Anreise und Ablauf der Wanderung zugeschickt. Meist ist der Treffpunkt ein Wanderparkplatz, von dem aus die Wanderung beginnt, manchmal trifft man sich aber auch an leicht zu findenden Plätzen, von denen aus man dann gemeinsam zum Startpunkt der Wanderung weiterfährt.

Am Treffpunkt wirst du vom Ansprechpartner begrüßt, und brauchst dann eigentlich nur noch das zu tun, was die anderen Wanderer auch tun: Erst noch ein bisschen klönen, und wenn's dann losgeht, sich ausziehen und loswandern. Die meisten wandern auf Schotterwegen lieber mit Schuhen und Strümpfen, andere tragen Sandalen ohne Strümpfe - nur sollte das Schuhwerk gut eingelaufen sein, damit man sich keine Blasen läuft. Auf Sand- und Wiesenstrecken kann man natürlich leichter auf Barfußgang wechseln, wenn man Sandalen ohne Strümpfe trägt - allerdings sollte man das gewohnt sein!

Eine Umhängetasche oder ein Rucksack kann hilfreich sein, um Proviant, vor allem aber ein Getränk zu transportieren. Wieviel zu essen und zu trinken man braucht, muss jeder selbst wissen.

Was sonst noch in den Rucksack gehört:

  • Ein Handtuch, auf das man sich bei der Rast setzen und mit dem man sich ggf. abtrocknen kann.
  • Taschentücher und Schweißtücher nach Bedarf.
  • eine Notbekleidung (Turnhose, Lendenschurz, Röckchen oder ähnliches). Dies nur für den Fall, dass z. B. ein Oberförster anordnet, dass wir uns zu bekleiden haben. Solchen Anordnungen ist Folge zu leisten, da Förster im Wald Hausrecht besitzen und so wie die Polizei weisungsbefugt sind.
  • Wärmende Kleidung, falls ein Kälteeinbruch zu befürchten ist.
  • Regen- und Windschutz, falls ein Unwetter droht.
  • Sonnenschutz, falls Sonnenbrandgefahr besteht.
  • Insektenschutz, falls hungrige Mücken und Stechfliegen unterwegs sein könnten.
  • Zeckenschutz, falls Zeckengefahr besteht.

Man verhält sich als Nacktwanderer wie andere Wanderer auch: Wir wünschen einen guten Tag, wenn uns jemand begegnet, und antworten offen und freundlich, wenn wir angesprochen oder gefragt werden. Wir sprechen von uns aus keine anderen Wanderer an, weil wir jede Handlung unterlassen wollen, die andere als lästig empfinden könnten.

Natürlich verhalten wir uns der Natur, Tieren und Menschen gegenüber rücksichtsvoll und fürsorglich - wir sind halt Naturisten.

Wer sich ganz ausführlich vorbereiten möchte, dem sein Nicole Wunrams Buch empfohlen: 

Nicole Wunram, Nacktwandern

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