Talsperren-Umrundung im Wetterglück [07.09.13]

Nackte Wanderung im Bergischen Land

Auf der Hinfahrt regnete es in Strömen. Die Temperaturen sanken auf 15°. Am Wanderparkplatz angekommen wurde es heller, der Regen hörte auf. "Wir versuchen es mal, wenn es wieder anfängt, kehren wir um.", herrschte als Meinung vor.

Die Wanderung startete. Einigen war es noch zu kühl, um gleich alle Kleider abzulegen. Aber nach den ersten 1 bis 2 km kam des öfteren die Sonne durch, und die Luft wurde bald bis 22° warm. So blieb es dann auf den gesamten 16,5 km Strecke, die aus einer Talsperren-Umrundung mit ein paar zusätzlich eingebauten Schikanen (Steigungen auf umliegende Berge) gewürzt war.

"Seid ihr die Nacktwandergruppe vom WDR?", fragte neugierig eine bekleidete Wanderin, die kurz stehen blieb, als sie uns begegnete. Offensichtlich hatte sie schon die eine oder andere Dokumentation über die zunehmend beliebter werdende Sportart »Nacktwandern« im Fernsehen gesehen.  "Ja, das sind wir.", bestätigten wir ihr. "Ach, das ist ja Klasse, dass ich euch mal live sehe!", freute sie sich.

Von der Krone bis zum Fuß der Staumauer führte ein Weg in Serpentinen hinab, und der Schlussabschnitt über die Staumauer führte unmittelbar in Christian's Restaurant, der die 18 Wanderinnen und Wanderer mit kräftigen und schmackhaften Gerichten zu stärken wusste.

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Nass-Radel-Tour im Münsterland [31.08.13]

Ein halbes Dutzend nackte Radfahrer trafen sich im Münsterland, um eine Rundstrecke von 46 km durch die liebliche Münsterländische Parklandschaft zu erfahren. Die minimalen Steigungen (zwischen höchstem und tiefstem Punkt der Strecke lagen 12 m) waren auch für Senioren kein Problem. Die abwechslungsreiche Strecke führte auf den typischen Pättgeswegen durch Waldstücke, vorbei an Feldern, Weiden, Pferdekoppeln und Gärten, an Gehöften und einsam in der Natur gelegenen Wohnhäusern.

Die herrschenden 17° Lufttemperatur ließen andere Radfahrer, die uns eingemummt entgegen kamen, nicht schlecht staunen, aber kalt war es uns keineswegs. Das änderte sich auch nicht, als zunächst leichter Regen einsetzte. In der zweiten Hälfte der Tour gab es dann aber wieder aufgelockerte Bewölkung, durch die hin und wieder die Sonne lugte.

Zurück am Auto waren wir dann doch froh, die durchnässten Socken gegen trockene Exemplare tauschen zu können. Eigentlich müsste es für Nacktwanderer und -radler Socken mit Regenrinne geben, die das an den Beinen herunter laufende Nass auffängt und ableitet!

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Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [18.08.13]

Zweiter Tag des Thüringer Nacktwander-Wochenendes

Schloss Burgk

Am Sonntag fand eine zweite Nacktwanderung von der Bleilochtalsperre flussabwärts statt. Unweit des überragend gelegenen Schlosses Burgk lag der Start- und Zielpunkt der Wanderung, zu der sich 23 TeilnehmerInnen aus Nah und Fern eingefunden hatten.

Die Tour führte zweimal über die Saale und für eine längere Strecke direkt am Fluss entlang; so erreichten wir die unteren Saale-Staustufen. Natürlich gab es auch diesmal wieder Gelegenheit zum Baden und jede Menge eindrucksvolle Blicke und Panoramen. Die Bedingungen waren mit 24° Luft und etwas mehr Bewölkung als am Samstag wieder außerordentlich angenehm.

Zum Abschluss des gelungenen Wochenendes sorgte die lokale Gastronomie noch einmal mit thüringischen Spezialitäten dafür, dass die Wanderinnen und Wanderer das Land und seine Küche in guter Erinnerung behielten.

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Nacktwanderung an der Bleilochtalsperre [17.08.13]

Die Bleilochtalsperre in Thüringen, prominenter Teil der Saale-Staustufen, war am Samstag, den 17. August, Ziel von 28 Nacktwanderinnen und Nacktwanderern, die sich hier zu einer 17 km langen Wanderung längs des malerischen Saaletals einfanden.

Vom Bahnhof des Moorbads Bad Lobenstein begann die Wanderung mit einer Bahnfahrt zu der mitten im Wald gelegenen Bahnstation Halla Nord, und von dort zu Fuß zurück durch Wald und Feld.

Die zum Teil anspruchsvollen Aufstiege wurden mit weiten Ausblicken über Land und Fluss belohnt. Mehrfach bestand zwischendurch die Gelegenheit zu einem erfrischenden Bad im kühlenden Nass der Saale.

Bad in der Bleiloch-Talsperre - Video

Brücken-Passage

Nach einer zweiten Badegelegenheit führte die Wanderung noch an einem Platz am Ufer der Talsperre vorbei, den eine Pferdebesitzerin zum Nassstriegeln ihrer Pferde benutzte. Der weitere Weg führte vor einem steilen Anstieg noch über eine Straßenbrücke, auf der wir uns eng auf einen schmalen Fußpfad drängen mussten.

Zum Abschluss der Wanderung gab es noch eine Einkehr mit zünftigen, thüringischen Grillspezialitäten, bevor einige die Heimfahrt antraten, die meisten aber ihr Quartier für die Folge-Wanderung am Sonntag aufsuchten.

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Nacktwanderung in der Rhön [11.08.13]

Unsere Nacktwanderung in der Rhön fand diesmal 33 Interessenten, von denen sich 19 nicht von den herrschenden Morgentemperaturen von 13° schrecken ließen. Das war schon kühl, zumal der Wind blies, aber für die erste Stunde hatten wir ja ohnehin einen bekleideten Rundgang durchs Schwarze Moor vorgesehen. Das erwies sich auch als richtig, denn es waren auch zu dieser frühen Sonntags-Stunde schon zahlreiche Besucher auf Rundweg und Aussichtsturm. Das Moor allerdings war weitgehend ausgetrocknet und bot keinen "schaurigen" Eindruck...

In breiter Front der Grenze zu

Anschließend schloss sich eine 3-km-Runde durch Wald und Wiesen an, die uns nach Thüringen zum alten Grenz-Wachturm, einem erhaltenen Rest Grenzzaun und dem Plattenweg führte, auf dem bis 1989 Patrouille gelaufen wurde. Für diese Tour hatte die Sonne längst alle Kraft eingesetzt, so dass wir sogleich nach Verlassen des Schwarzen Moors die Kleidung abstreifen konnten - schon 100 m vom Parkplatz entfernt waren wir praktisch unter uns.

Nach der Mittagspause auf dem Parkplatz ging es dann auf die ca. 11 km lange Rundtour, die einen großen Bogen um das Schwarze Moor nach Südwesten schlug. Auch hier waren wir nach 100 m am Ausziehpunkt, und der Rest der Wanderung verlief bei 19° Luft und abflauendem Wind mit nur vereinzelten Begegnungen mit Mountain-Bikern oder entgegenkommenden Wanderern. Die Panorama-Kulisse zur Wasserkuppe konnten wir ebenso frei genießen wie einige weitere, wunderschöne Rundum-Blicke.

Während eines Wegabschnitts entlang der Hochrhön-Straße sahen wir voraus einen Streifenwagen der Polizei stehen. Die beiden Beamten fischten mit Laser-Kamera zu schnell fahrende Motorrad-Fahrer aus dem Verkehr. Unseren Gruß "Schönen guten Tag" beantworteten sie mit einem bayrischen "Grüß Gott". "Wir haben Ihr Fax bekommen, und es haben auch schon eine ganze Menge Leute angerufen." Natürlich hatte ich dem zuständigen Polizeikommissariat unsere Wanderung angekündigt, damit die Polizisten nicht beim ersten Anruf ausrücken müssen um die Lage zu prüfen. Gut zu hören, dass diese Information auch den erhofften Nutzen hatte!

Zum Abschluss der Wanderung suchten die meisten Teilnehmer noch die Sennhütte in der Nachbarschaft auf, um den Tag vor dem Heimweg mit einer Stärkung und Erfrischung ausklingen zu lassen.

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Wetterauer Zeitung: Sommergeschichte [08.08.13]

Zieh dich aus und wandere!

Wie angekündigt erschien in der Wetterauer Zeitung inzwischen die Sommergeschichte über unsere nackte Wanderung am 4. August bei Nidda am Ostrand der Wetterau. Der ausführliche Artikel stellt in gelungener Weise eine ganze Reihe Aspekte und Argumente zum Nacktwandern dar.

Link zum Artikel: FKK geht auch beim Wandern! Die nächsten Lektionen lauten: "FKK geht auch beim Einkaufen!", "FKK geht auch beim Sport", "FKK geht auch bei der Gartenarbeit", "FKK geht auch beim Feiern!", "FKK geht auch beim Festmahl!", "FKK geht auch bei der Arbeit!", "FKK geht auch beim Friseur!", "FKK geht auch beim Arztbesuch (verkürzt sogar die Wartezeiten)", "FKK geht immer (außer im Winter)!".

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Nacktwanderung in der Wetterau [04.08.13]

Im Raum Nidda - Schotten, wo alljährlich im August eines der weltgrößten Oldie-Treffen mit Grand-Prix-Rennen der historischen Maschinen (und - meist ergrauten - Fahrer) stattfindet, hatten sich 25 Nacktwanderinnen und Nacktwanderer eingefunden für eine knapp 15 km lange Wanderung durch Wald und Flur mit sehr schönen Panorama-Blicken.

Mit Sonnenschein und bis zu 30° Lufttemperatur ließ es sich nicht vermeiden, dass man auch ohne Klamotten ins Schwitzen kam, zumal die Luftbewegung nur sehr gering war und zur Kühlung nicht viel beitrug. Da ergab es sich gut, dass der wärmste Teil der Wanderung überwiegend durch schattenspendenden Wald führte.

Ein Reporter, der uns begleitete, wird für die Wetterauer Zeitung eine Sommergeschichte über die Wanderung schreiben. Wir werden berichten.

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Nacktwandern rund ums Himmelsmoor [11.07.13]

Video

Für Donnerstag hatten die »Hamburger Nacktivisten« zu einer Nach-Feierabend-Wanderung rund um das Himmelsmoor nordwestlich von Hamburg eingeladen. Gern nutzte ich die Gelegenheit, an dieser Wanderung teilzunehmen.

Neun Wanderinnen und Wanderer hatten sich eingefunden, um bei strahlendem Sonnenschein, aber auch spürbarem Wind, das Moor zu umrunden. Der Wind half allerdings sehr gut mit, die hungrigen Mücken abzuwehren, so dass wir ohne Blutverluste wieder am Ziel ankamen.

Hatten zu Beginn um 17:30 die Temperaturen noch bei 21° gelegen, so sanken sie bis zum Wiedererreichen der Autos gegen 20 h doch auf 17°. Entschädigt wurden wir jedoch durch wunderschöne Ausblicke über das weite Torfmoor, in dem noch abgebaut wird, aber nicht durch Torfstechen wie sonst üblich sondern durch Torfschürfen ähnlich wie im Braunkohle-Tagebau.

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Nackt Tauziehen auf dem Areal der Marienkirche [10.07.13]

Als die Welt noch in Ordnung war, war das noch selbstverständlich: Nackt Tauziehen auf dem Areal der Marienkirche in Wismar. Das 1945 zerbombte und 1960 gesprengte Kirchenschiff existiert heute nur noch in Grundmauern, und malerisch hineindrapiert ist eine Szene von vier offenbar ungleich starken Männern, deren zwei auf der linken Seite den Nacktsport pflegen.

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Noch einmal Strandwanderung - und neue Sitten [09.07.13]

Die Idee kam mir schon gestern: Als ich von Strand zurück zu Auto ging, blieb ich nackt. Sich im Sand sandfrei Klamotten anzuziehen ist ein erfolgloses Unterfangen: Hinterher hat man Sand im Hemd, Sand in der Hose, Sand in den Socken und Sand in den Schuhen. Also ging ich nackt zum Parkplatz, konnte mich dort bequem im Regiestuhl sitzend von allen Sandablagerungen befreien und danach wieder entsandet mit Klamotten bedecken.

Heute bin ich dann gleich vom Parkplatz ohne Kleidung zum Strand gegangen - das liegt ja nahe: Warum soll ich die 100 m meine Klamotten zum Strand tragen, wenn ich sie dort sowieso sofort ausziehe?

Es gab zwar ein paar vorwitzige Fragen, ein verunsichertes Paar hat im Kiefernwald auch einen auffälligen Bogen um mich herum gemacht, aber jeden Einwand konnte ich entkräften: Es ist völlig egal, ob ich mich gleich auf dem Parkplatz oder 100 m weiter östlich ausziehe - ich treffe hinterher sowieso nackt auf dieselben Leute. Dennoch schien mir, dass ich damit doch - schon mal wieder! - neue Sitten eingeführt habe. Ob's Schule macht? Zwei, drei Gruppen stimmten mir jedenfalls uneingeschränkt zu.

Vitare vestis.

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4 km die Schaabe herauf und 4 km zurück [08.07.13]

8 km Strandwanderung an Deutschlands längstem Nacktstrand

Mit 8 km besitzt die Schaabe, der nur wenige 100 m breite Landstreifen zwischen Glowe und Juliusruh auf Rügen, den längsten Nacktstrand Deutschlands. Auf dem feinen Sand entlang des Meeres werden dem Strandwanderer zwischendurch von den Ostseewellen die Füße gekühlt und vom Sandbelag befreit - der sich freilich beim nächsten Schritt sofort wieder sammelt.

Außerdem stellt eine Wanderung im weichen Sand die intensivste Fußmassage dar - auch ein Grund, warum ich nach 8 km genug strandgewandert war und nach dem Mittagsvesper in eine Pferdekutsche umstieg, die mich zum Kap Arkona brachte. Die 35 Höhenmeter auf den Leuchtturm mussten mich dann wieder die eigegen Füße tragen, ebenso wie - nach vorherigem Abstieg ans Meer - die 45 Meter Anstieg auf der »Königstreppe«. Conditio ergo sum.

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Sonntagsnachmittags-Spaziergang in der Uckermark [07.07.13]

Natur pur in MV - Video

Der Eindruck, den ich gestern bei der Trebbin-Wanderung (Brandenburg) gewonnen hatte, setzte sich auf meiner Reise nach Stralsund/ Rügen (Mecklenburg-Vorpommern) fort: Die neuen Bundesländer laden geradezu ein zum Nacktwandern! Hier gilt noch mehr als im Harz oder in der Lüneburger Heide: Es braucht keine offiziellen Nacktwanderwege, denn: Jeder Wanderweg ist Nacktwanderweg!

Abwechslungsreiche Landschaft mit sanften Hügeln, zarten Gras- oder Sandwegen und wechselnder Nutzung als Wald, Wiese oder Kornfeld macht die Bewegung durch die Natur zu einem puren Genuss! Andere Menschen trifft man nur selten, und wenn, dann sind sie freundlich oder neugierig oder beides.

Nach dem Mittagsvesper in einem Eislokal in Krackow rief es mich bei Strasburg (Uckermark) von der Autobahn auf einen Seitenweg, der zwischen Wiesen und Feldern entlang führte, wobei das ein oder andere Gehölz eingestreut war. Nach dieser 4-oder 5-km-langen Erholungspause in der Natur setzte ich freudig meine Reise an die Ostseeküste fort.

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Nacktwanderung bei Trebbin mit 85 TeilnehmerInnen! [06.07.13]

Eine Rekordbeteiligung gab es bei der Probewanderung im  brandenburgischen Trebbin. Von der Zahl der Teilnehmer wollte die Stadt abhängig machen, ob über die dauerhafte Einrichtung eines Nacktwanderwegs nachgedacht wird. Nach dieser eindrucksvollen Beteiligung wird der Kulur- und Sportausschuss wohl das Thema bald wieder auf der Tagesordnung haben.

Bei strahlendem Sonnenschein und Temperaturen um 26° wurde die ungewohnt späte Startzeit von 17 Uhr nicht zu einem Problem. Bis zum Schluss gegen 20 Uhr hielten sich die Temperaturen, wenn sich auch die Sonne aufgrund ihres tiefen Standes gegen Ende der Wanderung häufiger hinter den Bäumen des Wildparks versteckte.

Link zum Artikel in der Märkischen Allgemeinen Zeitung.

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Wanderung im Teutoburger Wald / Externsteine [22.06.2013]

20 Nacktwanderer im südlichen Teutoburger Wald

Die Externsteine

Die Externsteine waren Ausgangspunkt unserer Nacktwanderung  - nur einen Tag nach dem Sommersolstitium. Die Zelte einiger Midsommar-Festteilnehmer standen noch auf der großen Wiese unterhalb der Felsen.

Die Wanderbedingungen waren sehr gut: Zwischen 20° und 22° zählten die Lufttemperaturen, der Himmel war wolkig, ließ aber zwischendurch aber auch wärmende Sonnenstrahlen unsere Haut erreichen. Der auf dem Parkplatz noch als kühl empfundene Wind wurde im Wald völlig ausgebremst, und mit dem Erstanstieg ab Parkplatz auf Felsenhöhe um 120 Höhenmeter waren alle auf Betriebstemperatur.

Natürlich waren die Externsteine der frühe Höhepunkt der Wanderung, aber auch im weiteren Verlauf erfreuten uns einige weite Ausblicke, malerische Baum-Kompositionen und uralte, geologisch interessante Schicht- und Bruchstein-Konstellationen.

Zum Abschluss der Wanderung fand sich der hungrige Kern der Wandergruppe noch im Gartenrestauant des Hotels »Waldschlösschen« ein, bevor der Heimweg angetreten wurde.

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Nacktwanderung auf der »Saale Horizontale« [16.06.2013]

Aufstieg zur Lobdeburg

Die »Saale Horizontale« ist - zumindest in dem von uns bewanderten Teil - ein sehr beliebter, ca. 160 m bis 200 m über Jena verlaufender Panorama-Wanderweg, der immer wieder wechselnde Blicke auf die Stadt und ihre Vororte bietet.

17 Nacktwanderinnen und Nacktwanderer hatten sich bei heiterem Wetter mit Temperaturen zwischen 22° und 27° der Anstrengung unterzogen, von den Uni-Kliniken aus zunächst steil zur Lobdeburg aufzusteigen, um nach der Umrundung der Objektsicherungs-Baustelle dann für den Rest der Wanderung dem abwechslungsreichen Verlauf der »Saale Horizontale« zu folgen.

Von den Außenterrassen der Transfusions-Klinik aus filmten die Mitarbeiter des Klinikums den Aufstieg der Nacktwandergruppe zur Lobdeburg - offenbar war auch ihnen dies kein alltägliches Schauspiel. Auch auf unserem weiteren Weg trafen wir immer wieder auf interessierte Textilgruppen, die freundliche oder lustige Bemerkungen machten oder uns die eine oder andere Frage stellten. Einige junge Eltern nahmen ihre Kinder auf den Arm und erklärten ihnen das ungewohnte Bild einer Nacktwandergruppe.

"Wir sind drei.", vermeldete eine Gruppe von 5- bis 7-jährigen bekleideten Buben, die auf einer Bank am Wegesrand saßen. "Wir sind 17!", antworteten wir. Auf die Frage, warum sie Klamotten trugen, wenn wir schon ohne Klamotten schwitzten, wussten sie allerdings so schnell keine Antwort.

Der Abstieg von der »Saale Horizontale« führte uns in den Ziegenhain, wo sich die Gruppe bei ausgefallenen Getränken und diversen Wild-Gerichten von der Wanderung erholen konnte, bevor die TeilnehmerInnen die Heim- oder Weiterreise antraten. Dies war sicher eine der schönsten Wanderungen in Thüringen bisher!

Stellenweise führt der schmale Weg zwischen steilem Felsen rechts und tiefem Abhang links - besser man hält sich fest!

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Nacktwanderung im Mühltal bei Bad Klosterlausnitz [15.06.2013]

und über die umgebenden Berggipfel

Korrektur: Acht (statt sieben) Mühlen reihen sich entlang des Mühlbachs bei Bad Klosterlausnitz - und alle lassen sich erwandern: Meuschkensmühle, die Naupoldsmühle, die Froschmühle, die Pfarrmühle, die Walkmühle, die Amtsschreibermühle, die Schössermühle und die Robertsmühle (siehe Eisenberger Mühltal - Dank an Andreas für Aufzählung und Link). Zwischendurch erklommen wir aber auch den einen oder anderen Berggipfel rechts und links des Tals, um unsere Wanderkondition zu pflegen oder weiter zu entwickeln.

Bei heiterem bis wolkigem Himmel und Lufttemperaturen zwischen 22° und 25° machte die Wanderung den 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmern nebst zwei quicklebendigen Vierbeinern viel Spaß. Zwei größere textile Wandergruppen, die jeweils mehr Köpfe zählten als wir, fanden viel Diskussionsstoff anlässlich der Begegnung mit uns.

Den Abschluss des Tages begingen wir in der Kristalltherme Bad Klosterlausnitz, wobei niemandem so richtig klar wurde, warum wir zwischen Parkplatz und Auskleidekabine zum Eitritt bezahlen für ein paar Meter Klamotten anlegen sollten. Immerhin nutzten einige nach der Stärkung im Restaurant noch den berühmten »Brutal-Aufguss«, bei dem es fast so feucht-heiß wird wie bei den unerreichbaren Nordseesturm-Aufgüssen im Lingener Linus.

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Nacktwanderung im südöstlichen Saarland bei purem Sommerwetter [08.06.2013]

Beeindruckende Felsformationen

25,4° lautete bei heiter bis wolkigem Himmel die maximale Temperatur, die wir auf unserer Wanderung im südöstlichen Saarland gemessen haben. Kein Wunder, dass wir bei der Wanderung entlang malerischer Felsformationen, einem weiten Ausblick übers Land und abwechslungsreichem Auf und Ab sogar ins Schwitzen kamen! Wie lange mussten wir in diesem Frühjahr auf eine solche Gelegenheit warten!

20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus vier Ländern (D, B, F, L), darunter zwei junge Damen und eine 6-jährige Schülerin, bewältigten die ca. 16 km lange Strecke in bester Laune. Alle Mountain-Biker, die uns auf den teils schmalen Pfaden begegneten oder überholten, bremsten rechtzeitig ab, und zeigten sich vielfach neidisch auf unser Outfit. Auch diverse Textilwandergruppen kamen uns entgegen oder wurden von uns überholt. "Oh, das gibt Mückenstiche!" war der besorgteste Kommentar einer Wanderin. Aber da hatten wir natürlich vorgesorgt.

Im Anschluss an die Wanderung kehrten die meisten Teilnehmer noch in einem Gartenrestaurtant in der Nähe des Wanderparkplatzes ein, wo bei erfrischenden Getränken und wohlschmeckenden Gerichten die nächsten Nacktivitäten geplant und abgesprochen wurden.

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10. Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Trotz der Wettervorhersage-Wende erst am Nachmittag des Pfingstsamstags - bis dahin waren für das Wandergebiet Gewitter vorhergesagt - kamen 59 Wanderinnen und Wanderer zur traditionellen Pfingstwanderung ins Rothaargebirge.

Es hätte wohl noch ein Drittel mehr sein können - der Initiator hatte es unterlassen, die Wanderung im Forum www.fkk-freun.de anzukündigen. Das bedeutet erfahrungsgemäß ca. ein Drittel weniger Anmeldungen.

Der Tag entpuppte sich dann als Ideal-Wandertag: Putzblauer Himmel und Temperaturen bis über 21° bereiteten den Teilnehmern eine sehr passende Voraussetzung zum Nacktwandern!

Leider wurde dann die Wanderung durch den plötzlichen Tod des Mitwanderers H., dem auch der Notarzt des eiligst herbeigerufenen Rettungshubschraubers Christoph 25 nicht mehr helfen konnte, zum Trauer-Erlebnis. Auch hier sei noch einmal unser aller Mitgefühl an die Familie von H. ausgedrückt, dem mitten im Glücksgefühl einer naturistischen Wanderung das plötzliche Ende seines irdischen Seins widerfuhr. 

Bei aller angemessenen Pietät und Zurückhaltung gegenüber der letztendlich traurigen Situation: Einen schöneren Tod kann ich mir allerdings kaum vorstellen! Dieser Gedanke sei Trost und Hoffnung zugleich für alle, die diesem Ansatz folgen können. Auch wenn der Schock eines plötzlichen Todes den Angehörigen und Freunden zunächst besonders schmerzlich erscheinen muss.

Nach den in der Wander-Beschreibung angekündigten 14 km Wanderstrecke waren die real über 19,3 km führenden Wege mit 530 m kumuliertem Anstieg und 530 m kumuliertem Abstieg ein für die Teilnehmer unerwartet anspruchsvolles Programm, mit dem die Leistungsfähigkeit einiger Wanderer auf eine harte Probe gestellt wurde! Vor allem der Schlussanstieg vom Birkelbach (520 m) zurück zum Rhein-Weser-Turm (660 m) auf einer Strecke von 3,3 km hatte es in sich.

Man erholte sich dann mit kräftigenden Gerichten und labenden Getränken im Turm-Restaurant und blickte dabei sinnend zurück auf die Geschehnisse des Tages, bevor die Heimreise angetreten wurde.

Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

 

 

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Pfingstwanderung 2013 im Rothaargebirge

Wir trauern um unseren Mitwanderer H., der während der Pfingstwanderung an einem Herzversagen verstarb. Unser Mitgefühl gehört seiner Familie, mit der er noch wenige Minuten vor seinem Tod optimistisch und guter Dinge aus dem Wald heraus telefonierte.

Zwischen Glück und Tod liegt manchmal nur ein Augenblick

 

 

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Pfingstsamstags-Nacktwanderung im Arnsberger Wald

13° Lufttemperatur bei geringer Luftbewegung waren ausreichend

Am Möhnesee

Auf der Fahrt zum Startpunkt erlebten die anreisenden 12 Teilnehmer noch leichten Regen, und die herrschenden 8° luden nicht gerade dazu ein, nackt zu wandern. Doch der Regen hörte wie angekündigt pünktlich zum Mittag auf, und der Himmel hellte sich in Folge langsam auf. Die Sonne konnte ihr wärmendes Werk beginnen.

Trotzdem waren zunächst Pullover und Winterhandschuhe angesagt! Erst nach ein paar Kilometern wurde den Wanderern an einer kräftigen Steigung richtig warm. Die ersten Pollover wurden wieder ausgezogen. 

Nach dem Abstieg zum Möhnesee war dann die Lufttemperatur um mehrere Grade angestiegen, und hin und wieder erreichten uns die Strahlen der hochstehenden Sonne durch ein paar Wolkenlöcher. "Wenn nicht jetzt, wann dann?" hieß das ausgegebene Motto, dem alle Teilnehmer gern folgten. So wurden die Klamotten im Rucksack verstaut, und es ergab sich für die zweite Hälfte der Strecke noch eine richtig schöne, erquickende Nacktwanderung!

Die in Wind- und Regen-Kleidung gehüllten Textilwanderer, die uns begegneten, staunten kräftig und sparten nicht mit verwunderten Kommentaren - denen fehlte einfach die Erfahrung des gesunden Körpergefühls, das auch bei Temperaturen um 12°, 13° ohne Wind ein pures Wohlfühl-Erlebnis bereitet!

Nur ein älterer Herr, der uns am Start-/Ziel-Parkplatz begegnete, meinte mit seinen altersschwachen Augen erkennen zu können, dass unsere Geschlechtsorgane nicht schön anzuschauen seien. Ein gottloser und unanständiger Mensch, denn anständige Menschen schauen dem anderen ins Gesicht und nicht aufs Geschlecht! Und schmähen nicht Gottes Werk als unansehnlich.

Auch im Gartencafé konnten wir zum Abschluss des Wandertags draußen sitzen und ließen uns sauerländischen Kuchen oder Schinkenbrot schmecken, bevor es an die Heim- oder Weiterfahrt ging.

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Nudic Walking in der Wahner Heide

Die Buchfinken in der Wahner Heide nutzten jede Gelegenheit zwischen zwei Flugzeug-Starts, um ihr Frühlingslied anzustimmen. Dabei erkannten wir, dass auch die rheinischen Buchfinken ihren eigenen Dialekt singen, der in einigen Sequenzen deutlich von der westfälischen, der bayrischen und niedersächsischen Variante abweicht.

Günther führte uns in flottem Tempo von durchschnittlich 5,9 km/h auf einem 12,5 km langen, verschlungenen Rundweg durch das frühlingshafte Naturschutzgebiet, in dem wir u. a. einige Wasserbüffel und viele Ziegen beobachten konnten, und natürlich auch einige Menschen mit Kindern, Hunden oder Fahrrädern. Bei stetem Sonnenschein und Temperaturen bis 19° wurde uns schon richtig warm - der Bewegungsablauf beim Nordic Walking ist ja durchaus dynamischer als beim Wandern.

Nach Abschluss der Tour stärkten wir uns noch im Bambi, das für seine 500-Gramm-Koteletts in der Region weit bekannt ist. Dank an Günther für das rundum gelungene naturistische Erlebnis! 

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Erste Nacktwanderung der Saison im Sauerland

Sonnenschein - aber kühl und Wind

Die erste Nacktwanderung der Saison war für den 20. April im Sauerland geplant. In früheren Jahren konnten wir um diese Zeit schon Wanderungen bei Sonnenschein und frühlingshaften 20° durchführen. Diesmal ließen die in Aussicht gestellten Höchsttemperaturen von 11° bei Wind um 20 km/h es fraglich erscheinen, ob sich unter diesen Bedingungen überhaupt jemand von seinen Klamotten befreien mochte.

Aber wir mochten: Die Temperaturen stiegen nachmittags auf 13°, der Wind flaute ab, und die Sonne wärmte uns ungebremst vom blitzblauen Himmel. Damit waren die Bedingungen für eine angenehme Nacktwanderung gegeben, und wir trugen nur zu gern gern unsere unterwegs abgestreiften Klamotten als Bündel zum Parkplatz zurück.

Am Vormittag allerdings ließen die Temperatur mit 7° und kräftige Windböen keine Motivation aufkommen, sich von der Kleidung (incl. Winterhandschuhen) zu befreien: Die Vormittagsrunde wanderten wir in Klamotten.

Von den ursprünglich 45 Anmeldungen trudelten aufgrund der Wetteraussichten 26 Abmeldungen ein, 7 bewiesen ihren mangelnden Stil, indem sie eine Abmeldung unterließen, so dass das Häuflein der Nacktwanderwilligen auf 12 TeilnehmerInnen schrumpfte. Wie schön, dass unser Ausharren gegen Wind und Kälte schließlich siegte und wir doch noch hüllenlos die Aprilsonne genießen konnten!

Vitare vestis!

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Nudic Walking

Nacktes Nordic Walking

Die verhältnismäßig junge Sportart Nordic Walking ist ein schwungvolles, sportliches Gehen mit Unterstützung von Stöcken. Natürlich sind auch viele Naturisten Anhänger dieser beliebten Art, sich fit zu halten, und wie bei jeder Sportart fragt man sich, wozu man denn Kleidung dabei tragen sollte. So kam es zum Nudic Walking (= Nudist Nordic Walking) - dem Nordic Walking ohne den Ballast von Klamotten.

Dem Walker sieht man ähnlich wie dem Jogger sofort an, dass die sportliche Aktivität der Grund für seine Nacktheit ist. Daher werden Walker wie Jogger deutlich seltener mit unzutreffenden Vermutungen über die Motivation ihrer Nacktheit konfrontiert als etwa Wanderer - besonders, wenn sie allein unterwegs sind. Aber natürlich macht Walken auch viel mehr Spaß in der Gruppe als allein!

Aber Walken ist eben eine deutlich sportlichere Bewegungsart als Wandern, und während man locker 6 Stunden wandern kann, hat man als Walker oder gar als Jogger nach 1 bis 1 ½ Stunden sein Soll erreicht. Aus diesem Grund gibt es mehr lokale Nudic-Walking-Treffs als Ganztags-Events wie beim Nacktwandern.

Dennoch hat Günther für den 4. Mai 2013 ein Nudic-Walking-Event in der Wahner Heide (südöstlich von Köln) initiiert. Ich freu mich d'rauf!

Gegenüber dem Wandern bietet das Nudic Walking u. a. wegen der kürzeren Event-Dauer einige Vorteile: 

· man muss kein Proviant mitschleppen,

· man braucht weniger Sonnenschutz,

· man muss kurzfristig kaum mit Wetterumschwüngen rechnen,

· und man trainiert dabei weitaus mehr Muskelgruppen.

Voraussetzung für den Erfolg ist allerdings, dass man die Technik beherrscht. Nudic Walking sieht zwar leicht aus (und ist es auch), aber in den Details des Bewegungsablaufs liegt das Geheimnis des Erfolgs. Man kann zahllose Nordic-Walking-Gruppen beobachten, die ihre Stöcke müde hinter sich her schleifen und im Gemach-Spaziergang-Tempo die Feldwege entlang schlurfen. "Jede Anstrengung vermeiden" scheint deren Leitmotiv zu sein. Schade, denn ohne ein bisschen Anstrengung ist kein Trainingseffekt erreichbar. Aber bei keiner anderen Sportart ist der Erfolg so vergleichsweise einfach und kostengünstig zu erreichen! Und von den Krankenkassen gefördert.

Nudic Walking Training an der Isar - Video

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Neue Sportvariante: Nacktes Skispringen

Riesenspaß oder Leichtsinn? Ein junger Norweger, Halvor Egner Granerud, legte alle Kleidung (außer Strümpfen, Skischuhen, Helm und Handschuhen) ab und einen sicher gestandenen 60-m-Skisprung hin. Der spektakuläre Jump wurde von einem Freund mit Kopfkamera gefilmt, der in einer Sekunde Abstand hinter dem Nacktivisten her sprang.

Das 52-Sekunden-Video ist auf YouTube in Auflösungen bis Full HD anschaubar und downloadbar.

Tadellose Haltung - das ist sicher nicht sein erster Sprung!

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Motto des Jahres 2013

Bild: Wikimedia, gemeinfrei

Ein bewährter Nacktwander-Freund machte mich aufgrund meines Höllen-Trips darauf aufmerksam, dass man den Gedanken der jungen Philosophen unserer Zeit mit mehr Zurückhaltung begegnen sollte.

Deshalb habe ich mir als Motto für das Jahr 2013 eine fundierte Aussage eines bewährten Bewahrers der christlichen Lehre ausgesucht. Der heilige Zeno, Bischof von Verona, lehrte: "Der größte Ruhm der christlichen Tugend ist es, die Natur mit Füßen zu treten." Folgen wir also seiner heiligen Weisheit! 

Ich weiß, der Bischof hat seine Aussage damals sehr viel blutiger gemeint als sie uns heute klingt (sie klingt uns ja heute noch schlimm genug!), aber ich versuche sie trotzdem einmal so zu interpretieren, als sei sie die Aufforderung an uns Naturisten, das sommerlich warmzarte Grasbett einer Flussniederung zu durchwandern und das saftige Gras mit unseren nackten Füßen zu treten. Den Grashalmen tun wir dabei nicht weh - die beherrschen ja die beneidenswerte Kunst, sich wieder aufzurichten.

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Auch im Jenseits müssen Naturisten um ihre Rechte kämpfen

Wenn's draußen frostig ist und dunkel, dann setzt sich auch der Naturist an den Kamin, nimmt ein Buch zur Hand (oder den e-book-reader) und lässt sich von der Faszination der lodernden Flammen erwärmen. »Stollbergs Inferno« ist zwar schon ein paar Jahre alt, aber mir war die Geschichte des Philosophie-Professors, der mitten in einer Vorlesung einem Herzinfarkt erlag, erst jetzt begegnet.

Zu seiner Überraschung fand sich Jan Stollberg in der Vorhölle wieder, und natürlich brauchte er eine Weile, um sich an die neue Umgebung zu gewöhnen. Die regelmäßigen Verhöre machten ihn mit den Gepflogenheiten in der Hölle vertraut, und bei den täglichen Arbeitseinsätzen musste er in felsigem Steinboden metertiefe Gruben ausheben, und, wenn er fertig war, sie wieder zuschütten. Sysiphus lässt grüßen. Besonders ideenreich war man seit Dantes fast 800 Jahre alten Inferno-Bericht in der Hölle also nicht.

In der kurzen täglichen Freizeit jedoch traf Jan eine Reihe altberühmter Kollegen wieder: Feuerbach, Nietzsche und Marx waren natürlich darunter, die er zwar nur von Bildern her kannte, die aber ihre irdischen Gesichstszüge in der Hölle behalten hatten, so dass er sie leicht erkennen konnte, obwohl er ihnen nie lebend begegnet war. Albert Camus, Habermas, Sartre und Ernst Haeckel waren auch da, sie allesamt in der Vorhölle der Todsünder zusammengeführt.

Von seinen Philosophen-Kollegen erfuhr Jan manch Erstaunliches: Dass Hitler und Stalin zum Beispiel aufgrund ihrer bekundeten Buße jetzt an der Seite Gottes im Paradies sitzen. Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Hölle wegen des großen Andrangs umorganisiert und rationalisiert. Das Motto "Buße macht frei!" prangt in großen metallenen Lettern über dem Eingang jeder Vorhölle, und die Abfertigung (Weitertransport in die Endlösung der Haupthölle) derjenigen, die sich dieses Motto nicht zu Herzen nahmen, wurde wesentlich beschleunigt.

Aus meinem winterlichen Trip in die Hölle und dem daran anschließenden Besuch im Himmel habe ich zwei eher unerfreuliche Erkenntnisse mitgenommen: In der Hölle trägt man einheitlich eine dunkle Kutte, im Paradies ist ebenso einheitlich ein in Persil-Weiß strahlendes Gewand angesagt. Im Himmel macht man allerdings sogar zum Duschen in der reinen Männer-Dusche das Licht aus, solch absurde Regeln erlässt dort der prüde Chef! Wir Naturisten werden also auch im Jenseits zu kämpfen haben, um unsere Rechte durchzusetzen - sowohl im Himmel als auch in der Hölle.

Buch-Empfehlung: ISBN 9783865690494 Der Ausgang der Geschichte ist von tiefer philosophischer Weisheit.

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