Nacktwandertage in der Sächsischen Schweiz · 07.08. - 18.08.2017 [19.08.17]

Auch 2017 luden die unermüdlichen Nacktwander-Initiatoren Wolfgang und Andreas wieder zu ihren Wanderungen und Touren in der Sächsischen Schweiz.

Mi 16. Aug: Nacktwanderung auf dem Pfaffenstein [19.08.17]

Am Mittwoch wanderten wir von Pfaffendorf aus über den Quirl zum Pfaffenstein. Unterwegs wurde gerade wieder eine Lieferung Trinkwasser vom Himmel zugestellt.

Die Laune konnte uns dies nicht verdrießen: Im Gegenteil hatten einige von uns gemäß dem alten Schlager "I am singing in the rain", 1952 mit Gene Kelly verfilmt, ihren Spaß.

Link: Filmszene
Link: Songtext
Link: Wikipedia: Lied
Link: Wikipedia: Gene Kelly

Zur Mittagsrast gab es Speis und Trank auf dem Pfaffenstein.

Steintürmchen auf dem Pfaffenstein Tanz mit dem Regenschirm

Auf dem Abstieg öffnete der Himmel seine Schleusen nochmals kräftig. Wir fühlten uns auf Leitern und Treppen wie mitten in einem Wildwasser-Bach. Einige Regenhüllen von Wanderrucksäcken waren dem dann doch nicht gewachsen, so dass es wieder einiges zu trocknen gab. Zum Glück fanden wir am Parkplatz ein Restaurant mit einer offenen Garage, so dass wir uns dort abtrocknen und trockene Kleidung anziehen konnten. Andere sprangen nackt und nass in ihr Auto - das wollten wir unserem Fahrer und seinem Auto jedoch nicht zumuten.

Unser Vermieter-Ehepaar gab uns am letzten Abend unseres Aufenthalts einen Schnaps aus und ludt uns ein, recht bald wieder bei ihnen zu übernachten. Die Vermieterin, die im Rentenalter noch quirlig ist und gerne Schüler(inne)n beim Lernen hilft, nahm gerne einige Exemplare unserer Broschüre an und verkündete, dass sie ihre Schüler(innen) über den Naturismus informieren wolle. Sie berichtete uns auch, dass sie eine schlanke, junge Frau schon mehrfach beim nackten Vorbeiradeln gesehen habe – und das bei so kühlem Wetter, dass nach ihren Worten andere schon dicke Jacken anhatten. – Bericht: Rainer; Fotos: Martin

Di 15. Aug: Nacktwanderung zwischen Stadt Wehlen und Bastei [16.08.17]

Den sonnigen Tag mit bis zu 28° Lufttemperatur nutzten 23 Wanderinnen und Wanderer zu einer abwechslungsreichen Wanderung mit Startpunkt auf dem Parkplatz in der Stadt Wehlen (zunächst bekleidet). Nach dem Ausziehpunkt am Waldrand folgte ein Anstieg auf dem Schanzenweg, von dessen Aussichtspunkten malerische Einblicke ins Elbtal nach Westen wie nach Osten möglich waren.

Einblick ins Elbtal Blick nach Westen Blick nach Osten

Nach kurzem Abstieg zum Tümpelgrund folgte ein anspruchsvoller Anstieg im Griesgrund, einem durch Sturzbäche geformten Steiltal, das im Sommer erklimmbar ist und - wie fünf andere Wege auch - zum Steinernen Tisch führt. Hier hieß es: Mittagsrast und Erholung von der Klettertour.

Teils geht es steil bergab Dann führen die Treppen wieder nach oben Durch malerische Steinformationen Vor dem Uttewalder Tor

Nach Durchwanderung wunderschöner Täler mit bemoosten Steinformationen in großer Formenvielfalt erreichten wir das Uttewalder Tor. Hier sprach uns eine Lehrerin für muslimische Kinder an und bat darum, von unserer Wandergruppe ein Foto machen zu dürfen, um den muslimischen Kindern einen natürlichen Umgang mit dem menschlichen Körper vorzeigen zu können. 16 Männer und 2 Frauen stellten sich für das pädagogisch wertvolle Foto zur Verfügung.

Schließlich erreichten wir den Teufelsgrund, dessen Höhlenwelt wir natürlich auch erforschten. Sogar die Heringshöhle gab (einigen aufmerksamen Beobachtern) ihr Geheimnis preis. Schlusspunkt bildete dann der Rundblick von der Plattform der Schlossruine Wehlen. Hier war auch der Anziehpunkt, bevor der Abstieg auf den Wehlener Marktplatz begann, wo es im Café Eierschecke, Ital. Eis und Kaffee zu genießen gab.

Tagfalter Heuschrecke

Wer nicht mitwandern konnte, verbrachte den Hochsommertag bei Albert. Im Garten trafen sie flatternde und springende Besucher. Fotos: Roberto

Mo 14. Aug: Nacktradeltour auf dem Elberadweg nach Tschechien [14.08.17]

Der traditionelle Radausflug nach Tschechien begann bei noch recht kühlen Temperaturen von unter 17°, die sich insbesondere im Schatten als Fahrtwind unangenehm bemerkbar machten. Aber die Sonne schien fast unbehindert vom blauen Himmel und konnte ihre Heizfunktion schnell und effektiv wahrnehmen.

Durch Rathen kamen wir natürlich nicht ohne Halt an der Bahnschranke, aber dem Eismann am Ortsausgang kündigten wir schon 'mal unser Zurück-Kommen am Nachmittag an. Er hatte allerdings trotzdem nicht hinreichend Geduld, um auf uns zu warten: Auf dem Rückweg mussten wir diesmal ohne Eis auskommen.

Der Elbe-Radweg durch den Kurort Rathen Der Elberadweg in Königstein am Fähranleger Halbestadt Wechsel auf den rechtsseitigen Elberadweg in Bad Schandau

Die Radweg-Baustelle (gesperrt für Fußgänger und Radfahrer: "Lebensgefahr!") zwischen Königstein und Bad Schandau überwanden wir auf dem Hinweg mit einigem Aufwand, wählten dann aber auf dem Rückweg die Querung der Elbe über die Bad Schandauer Brücke, um die Fahrt rechts der Elbe fortzusetzen. In Königstein brachte uns dann die Fähre wieder zurück auf die Südseite.

Die übrige Fahrt nach Tschechien und zurück verlief wie geplant mit einem Mittagessen mit Gulasch und Böhmischen Knödeln oder auch anderen Speisen. Zum Abschluss des Tages traf man sich in einem Restaurant auf dem Pirnaer Marktplatz und genoss den warmen Sommerabend in fröhlicher Geselligkeit.

So 13. Aug: Ausflug in den Irrgarten der Sinne und Stiegenwanderung [13.08.17]

15 Naturist(inn)en machten einen Ausflug aus der Sächsischen Schweiz nach Kohren-Salis (Raum Leipzig), um den FKK-Tag im »Irrgarten der Sinne« zu besuchen. Das ist eine Einrichtung, in der man Experimente und Spiele an zahlreichen Stationen machen kann, die ungewohnte Erfahrungen bewusst machen oder erklären.

Autor und Fotograf informierten über ihre Nackedei-Bücher Spatzen auf dem Tisch verputzen die Brotkrümel

Bei der Ankunft am Vormittag lag noch ein Regengebiet über der Region, so dass wir mit Sekt und einem wärmendem Lagerfeuer begrüßt wurden. Auch zum Mittagsmahl mit Kesselgulasch und zum Kaffee mit Aprikosenkuchen hielt der Regen noch an. Bald traf auch ein Team des MDR ein, das für den »Sachsenspiegel« einen Dreh machte. Nach Abzug des Regengebiets wärmte dann die Sonne beim über 3 km langen Rundgang durch den Irrgarten, wobei viele der Erfahrungsstationen auch ausprobiert wurden.

Mit geschlossenen Augen den Tastsinn trainieren Ein Blick ins Mäusehaus

Parallel machte eine zweite Gruppe eine Stiegenwanderung, die aber durch das von Leipzig nach Osten durchziehende Regengebiet nicht beeinträchtigt wurde.

Nachtrag: Eine Aufzeichnung des MDR-Beitrags aus dem Sachsenspiegel über FKK im Irrgarten der Sinne ist bis ca. 20.08. in der MDR Mediathek anzuschauen. Über die freie Software Mediathek-View ist der Beitrag auch längerfristig verfügbar: Suchbegriff: Titel / Thema = "FKK: Mut zur Nacktheit".

Sa 12. Aug: Rauenstein und Bärensteine [12.08.17]

Die Sonne schien wieder, jedenfalls gelegentlich, aber mit knapp 16° war es beim Wanderstart noch recht kühl, vor allem störte aber der deutliche Wind mit Böen bis 40 km/h. Da wir im Ort Pützscha starteten, begann die Wanderung der 20 Naturist(inn)en ohnehin in Klamotten, aber am Ausziehpunkt befreite sich auch nur ein kleiner Teil davon, die anderen erinnerten sich an alte Geschichten über die wärmende Wirkung von Kleidung.

Eine frühe Einkehr in der Berggaststätte Fels Rauenstein (bekleidet) nutzten viele für einen heißen Kaffee oder eine heiße Suppe, und da nach dem Abstieg ins Tal die Lufttemperatur auf 18° hochschnellte, erreichten wir nach kurzer Textilwanderung den zweiten Ausziehpunkt, der diesmal etwas breiter angenommen wurde.

Nichtnacktwanderung Halbnacktwanderung Nackte Rast vor der Kulisse Königstein

So erstiegen wir zunächst den Kleinen Bärenstein und nutzten seine Aussichtsplattform zur Rast. Den engen Einstieg zum Großen Bärenstein mochten wegen der noch sehr feucht überzogenen Steine nicht alle passieren, so dass ein Teil den bequemen Waldweg nutzte und den Kletterern entgegen ging. Die Wetter-Überraschung kam am Ende des Tages: Die kommende Wärme deutete sich gegen 18 Uhr mit 22° Luft an.

Fr 11. Aug: Sächsische Zeitung berichtet, Regenwandern am Lilienstein [11.08.17]

Am Freitag konnte man in der »Sächsischen Zeitung« über das Nacktwandern in der Sächsischen Schweiz lesen. Der Artikel enthält ein Nacktwander-Foto und ein Interview mit Wolfgang. Thema: "Die Naturisten sind wieder unterwegs. Was am Nacktwandern so spannend ist, erklärt ein Überzeugter."

Der Tag war sonst nicht so richtig einladend zum Nacktwandern, da es morgens bei 17° zu nieseln anfing. Daher war die Gruppe diesmal kleiner, die sich zum Lilienstein auf den Weg machte. Aber es wurde bis nachmittags nicht kälter. Einer der Wander-Schwänzer suchte lieber den Weg zur Therme Toskana in Bad Schandau, um dort richtig eiskalt zu duschen (nach dem Sauna-Aufguss).

Regentropfen auf dem Parkplatz-Asphalt Es wurde bis nachmittags nicht kälter

Nach 16 Uhr gesellten sich zum stärker gewordenen Regen ein paar Blitze hinzu, und erst nach 18 Uhr war das Niederschlagsgebiet dann abgezogen.

Do 10. Aug: Nacktwandern auf Gohrisch und Papststein [10.08.17]

In der Nacht hatte es ein lang anhaltendes Gewitter mit ergiebigen Regengüssen gegeben. Daher herrschten zum Wanderstart knapp 18° und 99% rel. Luftfeuchte. Die Feuchte blieb uns fast den ganzen Tag erhalten. Die Tropfen auf dem Display sind kein Regen sondern kondensierender Nebel.

Wetter-Info Nackte Höhlenmenschen

Dem Gohrisch widmeten wir unseren ersten Aufstieg. Die Aussicht vom höchsten Punkt zeigte uns Milliarden winziger Nebeltröpfchen bei einer Sichtweite von ca. 10 m. Dennoch trafen die 24 nackten Wanderer/innen recht häufig auf andere Wandergruppen, die sich ebenso wenig durchs Wetter vom Wandern abschrecken ließen wie wir.

So fand im Ausflugslokal auf dem Papststein nicht einmal die ganze Wandergruppe Platz, um einen Pott Kaffee oder eine Suppe zu genießen. Hinterher ging es noch weiter zur Hempel-, Lichter- und Eishöhle, bevor einige im Hofladen in Gohrisch den entgangenen Kaffeegenuss nachholten und auch ein paar Produkte einkauften.

Am Damwildgehege soll Ruhe herrschen. Diese Aufforderung konnte allerdings unser nackter Hundebesitzer nicht recht erfüllen. Passage am Ortsrand Bresaola et Fromage

Am Abend war dann ein Essen beim Griechen in Pirna angesagt, während andere Tagliatelle mit Schinken und Broccoli in Sahnesauce, italienischen Bresaola und eine Sélection de fromage bevorzugten. 

Mi 09. Aug: Nacktwanderung entlang der tschechischen Grenze [10.08.17]

Die Mittwochswanderung startete auf den Parkplatz in Hinterhermsdorf, einem kleinen Ort in 20 Minuten Fußweg zur tschechischen Grenze. Nachts hatte es ergiebig geregnet, so dass die Leuftfeuchte bei 80% lag, die die 30 TeilnehmerInnen schon bei 21° Luft und Sonnenschein leicht ins Schwitzen brachten.

Zwischen Sonnenblumenfeldern Flinke Textilwanderer überholen uns Aussichtsturm auf dem Weifberg

Zunächst führte der Weg durch Sonnenblumenfelder zum Aussichtsturm auf dem Weifberg, der einen Rundblick weit ins Land ermöglichte. Danach folgten wir dem Folgenweg und dem Bammelweg bis ins Weißbachtal, wo der Bach die Grenze zwischen Deutschland und Tschechien markiert. Auf dieser Strecke begleitete uns ein Herr, der bei natury.de schon viel über Nacktwandern gelesen hatte aber noch nachdachte, ob das auch etwas für ihn sei.

Panoramablick nach Süden Rast bei der Niedermühle Das Mühlrad fehlt, aber Zahnräder und Treibriemen sind noch da

Da uns die Kahnfahrt auf der oberen Kirnitsch-Schleuse wegen unseres natürlichen Outfits verweigert wurde, wanderten wir zu Fuß bis zur Staumauer und stiegen danach die steile Route zum Hermannseck auf, um dann über den Aussichtspunkt Königsplatz und nach einer Einkehr (bekleidet) im Buchenpark zurück zum Startparkplatz zu gelangen.

Di 08. Aug: Nackt über die Schrammsteine bis zum Falkenstein [10.08.17]

Der Ab- und Aufstieg auf die Schrammsteine stellte den Beginn der Wanderung am Dienstag dar, zu der sich 31 Nacktwanderer und -innen zusammen fanden. Auf den Schrammsteinen gab es viele Besucher, so dass es an den Leitern zum Auf- und Abstieg zu längeren Wartezeiten kam. Bei 21° blies uns dabei der Wind recht kräftig entgegen.

Stufen steigen Leitern klettern Oder doch Wandern

Es zeigte sich, dass ein großer Teil unserer Wanderung eigentlich eine Übung zum Treppenstufen- und Leitersteigen war, jedenfalls kommen vorsichtige Schätzungen einiger Mitwanderer auf mindestens 1000 Stufen auf und ab.

Über den Gratweg ging es dann weiter zur Breiten Furt und später zum Falkenstein, wo wir auf eine größere und weitere kleinere Kletter-Gruppen trafen, die uns aus ihrer Position in Kirchturm-Höhe neugierig beäugten.

Panorama mit Elbblick Steine erklimmen

Inzwischen hatte die Luft eine Temperatur von 28° erreicht, und beim Wiederaufstieg zum Parkplatz konnte man sogar ins Schwitzen kommen. Für den Abend verabredeten sich dann noch ein paar Gruppen zum gemeinsamen Essen und Plausch, die den Hochsommerabend natürlich im Freien genossen.

Mo 07. Aug: Wanderung um und am Bielatal [08.08.17]

Das Bielatal und seine umgebenden Aussichts-Attraktionen war Ziel der Startwanderung für 24 Naturist(inn)en an einem sommerlichen Tag ohne Wölkchen am Himmel und Lufttemperaturen bis 26°.

Wanderung am Heufeld Die Sonne meint es gut

Der Dresdner Morgen hatte einen Fotografen und eine Reporterin geschickt, um Informationen zum Nacktwandern zu sammeln und daraus einen Artikel für das Blatt am Sonntag zu machen. Auf den Sachsenstein und auf ein paar andere Aussichtspunkte begleiteten uns die beiden und nahmen auch mehfach die Gelegenheit wahr, bekleidete Wanderer nach ihrer Ansicht zum Nacktwandern zu befragen.

Höhepunkt waren natürlich die Herkulessäulen, die wieder von einigen Kletterern bezwungen wurden. Mit einigen von ihnen kamen wir in längere Gespräche, aber das Thema Nacktklettern war ihnen (noch) fremd.

Ausblick zum Ausblickpunkt Unten wandert man nackt, auf der Spitze trägt man Helm

Zum Abschluss des Tages durchforschten wir noch das Labyrinth, das mit einigen Passagen die Wanderer/innen auf eine deutliche Geschicklichkeitsprobe stellten, bevor es zum Grillabend in Alberts Garten oder zum Pfifferling-Essen im Restaurant ging.

NEWT (Naked European Walking Tour) in Österreich · 30.07. - 04.08.2017 [06.08.17]

In diesem Jahr trafen sich 48 Nacktwander(innen) aus USA, Irland, Großbritannien, Niederlanden, Belgien, Frankreich, Deutschland, Schweiz, Slowakei und Singapore in Österreich. Ein großes Haus in der Gemeinde Wildschönau in Tirol bot Unterkunft. Die Kommunikationssprachen waren Englisch, Deutsch und Französisch. Gesprochen wurde auch noch Flämisch / Niederländisch und Slowakisch. So konnten wir uns begegnende Wander(innen) auch in deren jeweiliger Muttersprache grüßen und Fragen beantworten. Bei Bedarf hätten wir auch noch Spanisch, Portugiesisch, Chinesisch und Russisch anbieten können.

Manch ein(e) Wanderer(in) trug in einem besonders großen Rucksack eine Paraglider-Ausrüstung von der Bergstation des Markbachjochs ein paar hundert Meter zum nächsten Wiesenhang, z.T. sogar bis hinauf zum Rosskopf (ca. 300 m Höhenanstieg). Die Mühe wurde diesen Sportler(inne)n dann anschließend durch einen Gleitflug in der schönen Landschaft mit diesem beeindruckenden Bergpanorama belohnt.

  

10 von uns schliefen im Zelt abwechselnd auf der Wiese vor dem Haus und unterwegs in den Bergen. Alle zwei Tage kehrten sie zu den Hausbewohnern zurück, um gemeinsam zu essen, den Abend im Gespräch zu verbringen, Erfahrungen und Ideen auszutauschen. An einem Abend wurden Bilder von Nacktwanderungen in den USA und in Europa präsentiert.

Auf sechs Wanderungen konnten wir die wunderschöne Umgebung erkunden, manche Bergspitze erklimmen, die Panoramen u.a. mit Blicken auf den Wilden Kaiser und manchen mit Eis und Schnee bedeckten Gipfel von dort oben bewundern, uns immer mal wieder in Bergseen und Bächen erfrischen. Insgesamt wanderten wir ca. 75 km und stiegen dabei ca. 4300 m auf und wieder ab.

 

Einmal überraschte uns beim Abstieg auf einer Schotterpiste ein Gewitter – nicht sehr lange, aber mit Starkregen. Trotz Rucksack mit integriertem Regenschutz wurde doch mancher Inhalt feucht. Bei Rückkehr zu unserer Unterkunft strahlte die Sonne bereits wieder vom blauen Himmel. Schnell waren die feucht gewordenen Sachen auf dem Hof ausgebreitet und dank der vorhandenen Stahlungswärme im Nu wieder trocken.

Mit Einheimischen kamen wir wiederholt ins Gespräch und erfuhren so, dass unsere Nacktwanderungen aktuelles Gesprächsthema im ganzen Tal von Wildschönau und darüber hinaus seien.

Kinder, die uns in Gruppen mit Ihren Erzieher(innen) oder mit ihren Eltern begegneten, lachten fröhlich, hatten offenkundig viel Spaß damit und bestimmt hinterher anderen darüber zu berichten.

  

Eine Sennerin, mit der wir uns längere Zeit auf ihrer Alm unterhielten, bat uns, unsere Vermieterin von ihr zu grüßen, worüber diese sich sehr freute.

Einmal kam sogar ein Paar im Auto zu uns. Beide Insassen erwiderten freundlich winkend unseren Gruß. Nachdem sie an uns vorbeigefahren waren, hielt das Auto an, eine Frau stieg aus und bat um eine Erinnerungsphoto, was wir ihr gerne gewährten. Von ihr erfuhren wir, dass ein Senner uns gesehen und sie angerufen hätte. Ihr Mann habe sie darauf gefragt, ob »sie heute nackt kasen (Käse herstellen) sollten«. Sie fand die Idee toll, war sich aber nicht sicher, ob dies mit den Hygieneregeln zu vereinbaren sei. So kamen sie auf die Idee, wenigsten zu uns zu fahren und um ein Erinnerungsphoto zu bitten.

Unsere Vermieterin nahm gerne unsere Informationsbroschüre an und teilte uns beim Abschied mit, dass wir ihr angenehme Gäste gewesen und jederzeit wieder willkommen seien.

Denkmal des traditionellen Rollenverhaltens in Sala [04.08.17]

Seit vielen Jahren schmückt den Stadtpark von Sala, einer schwedischen 15-Tausend-Einwohner-Stadt 60 km westlich von Uppsala, ein Denkmal, das ein jugendliches Paar händchenhaltend darstellt. Züchtig zur Seite wendet sich der Blick des Mädchens - nicht auszudenken, wenn es den Blick des Jungen erwidern und ihm ins Gesicht schauen würde! Das Standbild ist ein Denkmal traditionellen Rollenverhaltens, aber es lohnt dennoch den Besuch in Salas Stadtpark - schon wegen des 100 m entfernt stehenden Jünglings, der seit vielen Jahren ein Flugzeugmodell zum Fliegen zu bringen versucht.

Denkmal traditionellen Rollenverhaltens Flugzeug, flieg!